| Die Entwicklung des Alten
Landes und das Leben seiner Bewohner sind geprägt durch die ständige
Auseinandersetzung mit dem Wasser. Dabei entstanden Techniken der Alltagsbewältigung,
die das Museum didaktisch und methodisch sorgfältig aufbereitet in
einer Ausstellungsfläche von 320 Quadratmetern und in sechs Abteilungen
vorstellt. Es wurde im Jahre 1990 eröffnet.
Die geomorphologische Entwicklung des Unterelberaumes wird in Grundzügen auf mehrfarbigen Wandtafeln verdeutlicht. Die Gezeiten sowie die verheerende Wirkung der Sturmfluten sind durch Großfotos und ein plastisches Flutmodell dokumentiert. Mit der Besiedlung der Marsch begann das Ringen gegen das Wasser. Kein Deich - kein Land - kein Leben, dieser Satz beschreibt die Lage der Altländer besonders treffend. Das Museum zeigt die Entwicklung des Deichsbaus und die Techniken der Entwässerung anhand von Originalgeräten, Großfotos und Texttafeln. |
| Das Wasser war aber nicht
nur ständige Bedrohung, es diente von jeher auch als Verkehrsweg.
Das weitgehend sumpfige Land ließ erst ab Ende des 19. Jahrhunderts
den Straßenbau gelingen. Gräben, Wettern, Flehte und Flüsse
erlebten deswegen einen lebhaften Schiffsverkehr mit aus den besonderen
Bedürfnissen entwickelten Fahrzeugen wie Kähnen, Jollen, Ewern
und Kümos. Die Geschichte der Schifffahrt, der Häfen, der Fähren
und der Werften ist dargestellt durch Modelle, Dokumente, Fotos und Originalteile.
Der Landverkehr wird veranschaulicht u.a. durch einen Ackerwagen von 1860, ein Karriol von 1720 und einen Schlitten von 1751. Die Bodenverhältnisse, die Eigenart der Landaufteilung, das Klima sowie die Alltagsbedürfnisse und Traditionen der Siedler haben einen Haustyp mit unverwechselbarer Konstruktion und Ausschmückung entstehen lassen. Das Museum zeigt neben dem prunkvollen Originalgebäude mit vielen wertvollen Möbeln und Trachten ein Großmodell im Maßstab 1:10, an dem das Zusammenwirken der Handwerker veranschaulicht wird. Die aufkommende Mechanisierung am Ende des 19. Jahrhunderts hat auch das Alte Land erfasst. Davon geben zahlreiche Maschinen Zeugnis, die Jorker Feuerwehr, die Omnibuslinien, die Dampffähren nach Hamburg und das Jorker Elektrizitätswerk. Der Obstbau wird seit etwa 1550 urkundlich nachgewiesen. Er verdrängte Ackerbau und Viehzucht im zwanzigsten Jahrhundert und ist heute neben dem Tourismus der bedeutsamste Wirtschaftszweig des Alten Landes. Ein alter Pflug, Erntegeräte, Milchverarbeitungsmaschinen und ein Pferdemodell erinnern an vergangene Zeiten. Diverse Geräte aus der Obstbaumschule sowie Originalobjekte wie Spritzen, Schlepper, Sortiermaschine u.a. veranschaulichen die Fortschritte in der Züchtung, der Baumpflege und der Sortierung. Der ehemalige Heuboden im Obergeschoss wird für Ausstellungen, Vorträge, Tagungen und Konzerte ("Klassik auf dem Lande") genutzt. Quellen: D.-Th. Bohlmann und Gemeinde Jork (www.jork.de) . Öffnungszeiten:
Ehrenamtlicher Leiter:
Dieter-Theodor Bohlmann, Stade.
Anschrift:
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| Im Museum Altes Land
war es bisher nicht möglich, alle Exponate zu zeigen. Eine so genannte
"Durchfahrtscheune", die früher in Steinkirchen-Huttfleth stand, wurde
im Jahre 2003 hier wieder aufgebaut.
Sie zählt zu den ältesten Gebäuden des Alten Landes (1590). Am neuen Standort ist nun ein "begehbares Magazin" daraus geworden. Hier befinden sich größere Exponate: unter anderem ein alter Deutz-Trecker, mehrere Kutschen (zum Beispiel eine "Victoria", mit der Brautpaare früher zur Kirche fuhren) und ein Altländer Prunkschlitten von 1791 mit wertvollen Schnitzereien. Außerdem eine der ersten maschinellen Obstsortieranlagen, die der Altländer Heinrich Regenbogen entwickelt hat. Auch eine originale "Altländer Brauttür" ist dort zu bewundern. Viele der Exponate haben Altländer Familien dem Museum zur Verfügung gestellt. |
Rückansicht mit Durchfahrtscheune
links.
Alle Fotos: Copyright 2006
Fred Lang
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dem Museum Altes Land.